Mobile Payment: 866 Millionen Nutzer griffen 2018 zum digitalen Geldbeutel

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Mobiles Bezahlen macht das Leben leichter. Für viele Menschen ist es überhaupt die einzige Möglichkeit, am Zahlungsverkehr teilzunehmen. Der State of the Industry Report on Mobile Money des Mobilfunker-Weltverbandes GSMA zeigt, welche Auswirkungen das auf Inklusion, Wirtschaftsstärke und Innovationen in aufstrebenden Märkten hat. Der aktuelle Bericht vermittelt ein umfassendes Bild der Einführung und Nutzung von mobilem Geld rund um den Globus. Und er zeigt neue Fortschritte, Herausforderungen und Trends beim mobilen Bezahlen.

Mehr als 866 Millionen registrierte Kunden in 90 Ländern nutzten im vergangenen Jahr Mobile-Payment-Dienste. Dadurch verarbeitete die Branche täglich 1,3 Milliarden US-Dollar, das ist eine Steigerung von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die digitalen Transaktionen wuchsen somit doppelt so schnell im Wert wie die Barzahlungen. Ein weiteres Indiz dafür, dass Cash immer weniger im Mittelpunkt des Lebens der Kunden steht. Dieser Trend zeigt sich sogar im Bargeldland Deutschland, wie eine Studie des EHI Retail Institute bestätigt. Auch Telefónica Deutschland bietet bereits ein vollwertiges Girokonto mit umfangreichen Bezahlfunktionen als Smartphone-App an: O2 Banking.

Mobiles Bezahlen: Chance für Afrika

Unsere Untersuchungen zeigen, dass die Vorteile von mobilem Geld für die am stärksten gefährdeten Menschen der Welt real und vielfältig sind“, sagt GSMA-Chef Mats Granryd. „Während des gesamten Jahres 2018 hat die GSMA die Betreiber weiterhin dabei unterstützt, Kunden zu erreichen, die traditionell vom Finanzsystem unterversorgt sind.“ Mobile Payment wachse momentan besonders schnell, weil immer mehr Menschen Internet-Anschlüsse und Smartphones haben. Das eröffne die Chance, auch jene 1,7 Milliarden Menschen zu erreichen, die bisher von den Bezahlsystemen ausgeschlossen sind.

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Besonders für Schwellenländer bieten sich Möglichkeiten. In Westafrika nutzt heute schon mehr als die Hälfte der Erwachsenen Mobile Payment. In solchen Ländern „werden Rechnungen seit Jahren völlig selbstverständlich per Handy bezahlt oder sogar Gehälter empfangen“, berichteten die Experten beim 28. Mobilisten-Talk im Telefónica BASECAMP. In den drei bevölkerungsreichsten afrikanischen Ländern (Ägypten, Äthiopien und Nigeria) wird in Zukunft noch eine stärkere Nutzung erwartet. Was dazu führen könnte, dass die Zahl der Mobile-Money-Konten in den nächsten fünf Jahren um mehr als 110 Millionen steigt.

Vier Trends: Kundenbedürfnisse besser befriedigen

Die Anbieter solcher Services bewegen sich in einer dynamischen Branche, die einem rasanten Wandel unterliegt. Nach Einschätzung der GSMA wird sie momentan von vier Schlüsseltrends beherrscht: der Diversifizierung des Zahlungsökosystems, einer Verlagerung auf das „Payments-as-a-Platform“-Geschäftsmodell, einer immer komplexeren Regulierung und stetigen Verbesserungen beim Kundenerlebnis.

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Das Spektrum reicht dabei von Unternehmenslösungen für kleinste, kleine und mittelgroße Betriebe bis zu E-Commerce-, Kredit-, Spar- und Versicherungsanwendungen für das Smartphone. Die vielen Möglichkeiten, Umsatzströme zu vergrößern und zu diversifizieren oder neue und breitere Kundenkreise zu erreichen, bilden eine attraktive Geschäftsgrundlage. So berichteten beispielsweise Anbieter von Kredit-, Spar- oder Versicherungsprodukten, dass 46 Prozent der Kunden den Mobile-Money-Service aktiv nutzen. Verglichen mit Kundenaktivitätsraten von nur 26 Prozent bei Anbietern ohne solche Angebote.

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