Microsoft Magazin 03/2003: Bestens bestückt

Microsoft Magazin 03/2003, S. 42/43

Bestens bestückt

Mittelständler brauchen Warenwirtschafts- und Buchhaltungssysteme, die einerseits auf Standards setzen, andererseits sich individuell an ihre Bedürfnisse anpassen lassen. Deshalb ist die neueste Version 3.70 von Microsoft Business Solutions – Navision noch modularer aufgebaut als ihre Vorgänger.

>>> Autor: Markus Göbel

Butter kauft der Gourmet im Feinkostgeschäft Butter Lindner nach wie vor aus dem Fass – wie vor über 50 Jahren, als die Firma auf einem Wochenmarkt begann. Heute unterhält Butter Lindner rund 90 Filialen in Berlin und Hamburg und hat mehr als 900 Produkte im Sortiment, doch der Sohn des Gründers, Michael Lindner, spricht weiterhin von einem "Kleinbetrieb". Statt anonymer Regalreihen gibt es liebevoll gestaltete Auslagen und fachkundiges Personal, das den Serrano-Schinken hauchdünn aufschneidet und die frische Petersilie von Hand zupft.

Trotz aller Gemütlichkeit: Der Pecorino-Käse und die jungen Kartoffeln kommen immer dann in die Filialen, wenn sie gerade gebraucht werden, just in time und frisch vom Hof – dank der betriebswirtschaftlichen Software Navision von Microsoft Business Solutions. Die Samuelson Unternehmensberatung und Softwarentwicklung GmbH hat für Butter Lindner die Branchenlösung "Backwarenfertigung und Filialsteuerung" entwickelt, die auf dem Enterprise- Resource-Planning-Programm (ERP) Microsoft Navision beruht. Von der Auftragserfassung und Produktionsplanerstellung über die Anfertigung der Lieferdokumente bis zur Fakturierung deckt diese Software alle wichtigen Anforderungen der Branche ab.

Fehlerrate reduziert

Momentan läuft die Filialsteuerungslösung auf Navision-Basis bei Butter Lindner auf elf PCs. Noch in diesem Jahr soll aber auch das komplette Kassensystem auf Navision umgestellt werden, denn die ersten Erfahrungen mit dieser ERP-Lösung sind mehr als ermutigend. "Es ist uns bereits an einigen Stellen gelungen, Abläufe zu beschleunigen und die Fehlerrate zu reduzieren", berichtet Florian Wonneberg, IT-Leiter der Feinkostkette. "Mittelfristig erreichen wir so eine deutliche Optimierung unserer Prozesse."

Den Großteil der Microsoft Navision-Kunden bilden mittelständische Firmen wie Butter Lindner. "Sie benötigen vor allem eine gute Anpassung der Standardsoftware an ihre Unternehmenskultur und an die deutschen Gesetze", betont Christian Glas, Consultant bei der ITBeratung PAC. "Dies können viele ausländische Lösungen nicht leisten." Ein dichtes Netzwerk von Microsoft Business Solutions-Partnern passt Navision auf die spezifischen Bedürfnisse individueller Firmen an. Bereits 75 Lösungen für unterschiedliche Branchen haben diese Partner auf Basis der ERP-Lösung entwickelt, zum Beispiel für den Bereich Sport und Events, den Mineralöl-, Frischdienst- und Tiefkühlhandel, für Medizintechnik, und Maschinenbau, für die Stahl- ebenso wie die Textilindustrie und das Verlagswesen.

Kaufen nach Baukastensystem

"Unser Ziel ist es, Geschäftsprozesse in der mittelständischen Wirtschaft von A bis Z zu unterstützen", sagt Frank Hassler, Leiter Produktmanagement bei Microsoft Business Solutions. Dafür entwickelt Microsoft sein ERP-System ständig weiter: In der jüngsten Version 3.70 von Microsoft Navision wurde zum Beispiel das Logistikmodul in vier Module aufgeteilt, die auch einzeln eingesetzt werden können: Wareneingang, Warenausgang, Kommissionierung und Einlagerung. "Microsoft Navision-Anwender beziehen nur die Funktionen, die sie tatsächlich benötigen, um ihre unternehmensspezifischen Aufgaben zu leisten", erklärt Hassler.

Alle Geschäftsprozesse, die von Microsoft Navision abgebildet werden, laufen in einer zentralen Datenbank zusammen. Das hat einen besonders vorteilhaften Nebeneffekt – etwa wenn Unternehmen einen Bankkredit brauchen. Schon jetzt arbeiten deutsche Finanzinstitute nach den neuen Kreditvergabekriterien der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, genannt Basel II, die offiziell im Jahr 2005 in Kraft treten werden. Vor einem Kreditentscheid prüfen die Banken den Antragsteller auf Herz und Nieren. Sie wollen das gesamte verfügbare Zahlenmaterial über ein Unternehmen auf den Tisch bekommen, um das Risiko der Kreditvergabe zu bewerten.

Mehr Risiko, höhere Zinsen

Können die Firmen solches Material nicht oder nicht in ausreichender Transparenz liefern, wird der mögliche Kredit automatisch als deutlich riskanter eingeschätzt – und damit steigen auch die Zinsen, die der Antragsteller für sein Geld bezahlen muss.

"Durch Basel II wird die Kreditvergabe restriktiver", hebt IT-Berater Christian Glas hervor. "ERP-Systeme wie Microsoft Navision können die Kennzahlen, welche die Banken benötigen, automatisch erzeugen und erleichtern so die Abwicklung des Kreditantrags."

Nicht nur die Zusammenarbeit mit Banken wird durch den Einsatz eines soliden ERP-Systems vereinfacht, auch Geschäftspartner profitieren von Navision. Seit Butter Lindner die Unternehmenssoftware einsetzt, bekommen die Lieferanten des Feinkosthändlers ihre Aufträge direkt aus dem Computersystem. So können sie schnell frische Ware liefern. Und erweiterbar ist das System zudem: um neue Lieferanten, aber auch Großkunden oder andere Abnehmer.

IT-Chef Wonneberg resümiert: "Die Gewissheit, mit dieser Branchenlösung auf alle zukünftigen Anforderungen flexibel reagieren zu können, hat uns die Entscheidung leicht gemacht."

"Wir optimieren die Prozesse: Es ist uns gelungen, Abläufe zu beschleunigen und die Fehlerrate zu reduzieren."
Florian Wonneberg, IT-Leiter, Feinkost Butter Lindner

Kompakt // Microsoft Navision 3.70

Was ist neu?

  • Funktionalitäten für Großhandel und Vertrieb
  • Intuitivere Benutzeroberfläche
  • Mehr Komfort: So steht schon bei der Mandanteneinrichtung ein Assistent zur Verfügung, der bei der chronologisch sinnvollen Einrichtung der Stammdatentabellen hilft.
  • Das bisherige Logistikmodul wurde in vier Einzelmodule aufgeteilt: Warenein- und -ausgang, Kommissionierung und Einlagerung.
  • Sollte ein Anwender nicht über die Rechte zur Benutzung bestimmter Datensätze verfügen, so werden im zentralen Eingangsmenü die betreffenden Menüeinträge grau markiert und können nicht angeklickt werden.
  • Einfachere und flexiblere Funktionen im Finanzmanagement, etwa bei der Löschung von Sachkonten.
  • Erweiterte Integration in Outlook.

_Mehr // Microsoft Navision

Microsoft Business Solutions arbeitet bundesweit mit über 220 mittelständischen Vertriebs-, Service- und Implementierungspartnern zusammen. Mit unserer Partnersuchmaschine im Internet finden Sie bei sich vor Ort ein Systemhaus, das exakt zu Ihrer Aufgabenstellung passt.

Mehr über Microsoft Navision erfahren Sie auf Seite 73 oder unter:
http://www.microsoft.com/germany/business/magazin/microsoft

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