Berliner Zeitung: World Wide Gründungstipps

Berliner Zeitung: World Wide Gründungstipps

Wer wissen will, wie man ein eigenes Unternehmen startet, kann teure Bücher lesen. Oder ins Internet schauen.

Von Markus Göbel

Die Gründer der neuen Internetfirma Dooyoo nutzen das Netz nicht nur zum Geld verdienen. Sogar ihr Essen bestellen sie per Computer. "Wir sitzen hier an sieben Tagen in der Woche, oft bis in die Morgenstunden", sagt Rita Booker, Office Managerin bei Dooyoo. Gerade hat sie wieder Obst, Joghurt und Kaffee für 239,67 Mark geordert. 

Um zum Einkaufen das Haus zu verlassen, hat die 32-Jährige zu wenig Zeit. Ständig klingelt das Telefon. Zwischen den Anrufen muss sie Gehälter abrechnen, Adressen verwalten und Rechnungen schreiben.

Natürlich stammt auch die Geschäftsidee von Dooyoo nicht aus Büchern oder Zeitungen sondern ebenfalls aus dem Internet. Dooyoo ist eine Kopie der amerikanischen Firma Epinions. Der heutige Dooyoo-Marketingchef Boris Wasmuth, 32, fand deren Konzept auf der amerikanischen Website Business 2.0 (www.business2.com), die Internet-Geschäftsideen und er- folgreiche Gründungen vorstellt. Wasmuth druckte die Seite regelmäßig aus und las sie auf dem Weg zur Arbeit. Damals war er noch Zahnpasta-Manager bei Henkel. Als ihm auch ein Freund vom Internet-Auktionshaus Ebay das Epinions-Konzept ans Herz legte, beschloss Wasmuth, es mit einer eigenen Firma nachzustricken: mit Dooyoo.

Erscheinungsdatum: 27. Januar 2000

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Veröffentlicht in Artikel, Deutsch
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